Steckbrief: Gemeinde Sulzbach (Taunus)

  • Branche: öffentliche Einrichtung/Verwaltung
  • Anzahl Arbeitnehmer: > 100-250
  • Zielgruppe des betrieblichen Mobilitätsmanagements: Beschäftigte
  • Module: Workshopprogramm
  • Jahr der Teilnahme: 2015/2016
  • Auditierung: 2017

 

Pressemitteilung zum Audit

Dr. Alexander Theiss, Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Standortpolitik der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main, Johannes Baron, der Kreisbeigeordnete des Main-Taunus-Kreises sowie ivm GmbH-Geschäftsführerin Heike Mühlhans überreichten die Auszeichnung am 14. Februar 2017 an Elmar Bociek, Bürgermeister der Gemeinde Sulzbach (Taunus).

v.l.n.r.: Elmar Bociek (Bürgermeister der Gemeinde Sulzbach/Taunus), Heike Mühlhans (Geschäftsführerin der ivm GmbH), Johannes Baron (Kreisbeigeordneter des Main-Taunus-Kreises), Dr. Alexander Theiss (Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main) (Quelle Foto: Gemeindeverwaltung Sulzbach)

Das Audit ergänzt das für Arbeitgeber kostenfreie Beratungsprogramm „südhessen effizient mobil“, das von der IHK und der Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitäts-management Region FrankfurtRheinMain (ivm) sowie einem Netzwerk aus Rhein-Main-Verkehrsverbund, lokalen Nahverkehrs-organisationen, der Stadt Frankfurt und Kommunen und Kreisen aus dem IHK-Bezirk getragen wird und eine effiziente, umwelt- und sozialverträgliche Mobilität fördern soll.

„Die IHK Frankfurt am Main bietet Unternehmen als Ergänzung an, ihr Engagement in Sachen Mobilitätsmanagement durch ein IHK-Audit formal bewerten zu lassen“, erklärt Dr. Theiss. Zu den Kriterien gehören eine umfassende Analyse der Mobilitätssituation, eine Befragung der Mitarbeiter sowie die Umsetzung konkreter Maßnahmen, etwa die Förderung von ÖPNV durch Einführung des Jobtickets oder der Fahrradnutzung durch Einrichtung von Fahrradstellplätzen. „Das Zertifikat macht den beispielhaften Umgang mit der Betrieblichen Mobilität gegenüber Mitarbeitern, Kunden und der Öffentlichkeit deutlich. Die erfolgreiche Auditierung bestätigt für drei Jahre das vorbildliche Vorgehen im Betrieblichen Mobilitätsmanagement und soll gleichzeitig Ansporn sein, das außerordentliche Engagement fortzusetzen.“

Mobilitätsmanagement spielt große Rolle in der Region

Zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pendeln im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zu ihrem Arbeitsplatz, die Mehrzahl nutzt dabei den Pkw für den Weg zur Arbeit. Die Folgen sind Staus im Berufsverkehr, hohe Kosten für Stellplätze, zudem Schadstoff- und Lärmemissionen. Dass Frankfurt täglich durch knapp
300.000 Pendler auf Millionenstärke anwächst, ist inzwischen hinreichend bekannt. Aber dass die Gemeinden im Umland ebenfalls mit den Pendlerströmen zu kämpfen haben; weniger. Allein Sulzbach hat knapp 6.000 Einpendler und über 3.000 Auspendler. „Jeder zusätzliche Nutzer von Bus und Bahn trägt dazu bei, dass der Verkehr insgesamt abwickelbar bleibt. Außerdem spart er gemeinsam mit jedem Fahrradfahrer Fläche im Park- und Straßenraum und verbessert die Schadstoffbilanz“, so Johannes Baron, Kreisbeigeordneter des Main-Taunus-Kreises. „Mehr Fahrrad- und ÖPNV-Nutzung bedeutet auch eine Entlastung der Verkehrssituation, denn mit weniger Staus auf den Straßen kommt auch der Wirtschaftsverkehr besser voran“, ergänzt Dr. Theiss.
„Die Gemeindeverwaltung Sulzbach (Taunus) hat in ihrem vorgelegten Mobilitätsplan die wichtigsten Ziele und Schritte hin zu einer effizienteren Mobilität für ihre Mitarbeiter festgehalten. Einige Maßnahmen, wie die Einführung eines Jobtickets, verbesserte Fahrradabstellanlagen, ein E-Auto als Dienstfahrzeug und die Aktionen rund um das Projekt „Bürgerverträgliche Mobilität“ wurden bereits auf den Weg gebracht oder umgesetzt“, erläutert Elmar Bociek, Bürgermeister der Gemeinde Sulz- bach (Taunus). „Unsere Gesellschaft genießt die Vorzüge einer nahezu uneingeschränkten Mobilität, dabei stellen wir fest, dass die Bequemlichkeit oft das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität hemmt. Die Auditierung hat uns geholfen, die Bequemlichkeit zu überwinden und einen neuen Blickwinkel auf das eigene Verhalten einzunehmen“, so Elmar Bociek weiter. „Von der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, des Radverkehrs oder der optimalen Nutzung von Dienstwagen profi- tieren nicht nur die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Sulzbach (Taunus), sondern direkt und indirekt auch Sulzbachs Bürger.“

„Das Beratungsprogramm „südhessen effizient mobil“ wird im IHK-Bezirk Frankfurt am Main seit letztem Jahr erfolgreich durchgeführt“, erläutert ivm GmbH Geschäfts- führerin Heike Mühlhans. „Die Teilnehmer berichten uns, dass verschiedene Maßnahmen, insbesondere Einführung von Jobtickets, Einsparung von Parkraum, die Nutzung von Carsharing und Leihfahrrädern sowie Förderung von Fahrradnutzung zu einer geringeren Gesamtverkehrsbelastung und zu höherer Zufriedenheit der Mitarbeiter geführt hätten“, so Mühlhans. Johannes Baron ergänzt: „Ob Jobticket, Parkraumbewirtschaftung, Stärkung des Bus- und Bahnverkehrs oder Förderung des Radverkehrs – Mobilitätsmanagement ist im Main-Taunus-Kreis eine Zukunftsaufgabe. Und davon profitieren nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Sulzbach (Taunus) selbst in hohem Maße. Die Aktivitäten der Gemeinde dienen als Vorbild für Bürger und Unternehmen und nutzen auch deren Mitarbeitern. In den vergangenen Monaten hat sich schon viel bewegt. Auch der Main-Taunus-Kreis hat sich dazu entschlossen, in diesem Jahr aktiv in das Thema einzusteigen und wichtige Maßnahmen für seine Mitarbeiter und Besucher zu erarbeiten und später auch zu leben. Das IHK-Zertifikat zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich freue mich sehr, dass das Engagement von Sulzbach und des Kreises – beide auch Netzwerkpartner bei „südhessen effizient mobil“ – in Sachen Mobilitätsmanagement Früchte trägt.“

Angebot für alle Arbeitgeber – jetzt teilnehmen!

Arbeitgeber im IHK-Bezirk Frankfurt am Main, zu dem neben der Stadt Frankfurt am Main auch der Hochtaunus- und der Main-Taunus-Kreis gehören, können sich unter südhessen effizient mobilfür das Programm anmelden, oder ein Beratungsgespräch in Anspruch nehmen.